25541 – Gestern begonnen, heute abgeschlossen

Zu sehen ist Freund J. bei der Arbeit an seiner kleinen Autorenstube, die er seit vielen Jahren mit freundlicher Unterstützung der Gemeinschaft bewohnt. Die Oberlichter bekommen eine transparente Abdeckung, weil eine dauerhafte Abdichtung bisher nie gelang.

Der Wagen und auch das Nutzungsmodel sind im Rahmen des Wohnprojektes eine Ausnahme. J. lebt außerhalb und nutzt den Wagen vorwiegend im Sommer als Schreibstube. Das geht, weil der Wagen wenig Stellfläche braucht und für anderes kaum noch zu gebrauchen wäre.

In einem früheren leben war der Wagen schon einmal mein Schlafzimmer. Ich habe ihn vor mehr als 25 Jahren komplett (hmm, mit Ausnahme von zwei langen Kanthölzern, also doch nicht komplett) aus Abfallholz gebaut. Wer wissen möchte, wie das damals aussah, klickt hier.

25540 – #wmdedgt Oktober 2026

Jeden Monat am Fünften fragt Frau Brüllen ihre Blogger-KollegInnen, was sie denn eigentlich so den ganzen Tag machen. Hier geht’s zu ihr und all den anderen Bloggenden.

10.00 Uhr: Aufstehen, draußen zum ersten Mal Wetter, wie mensch es sich im Herbst vorstellt, zugezogen und diesig. Ich erinnere #wmdedgt und lege mir ein Tab dafür in den Browser, nebenbei ein wenig Blog-Kosmetik.

Das Frühstück zieht sich bis gegen 12.00, wird aber mehrfach durch kleine kreative Schübe unterbrochen, die heute im Wesentlichen darin bestehen zuvor gesammelte Ausrisse und Zitate in eines meiner Altered Books zu kleben.

Zum Ende des Frühstücks weiß ich auch, wie der Rest des Tages aussehen soll: Stadtgang mit Lebensmitteleinkauf, Baumarkt und Apotheke. Klugerweise fällt mir noch vor dem Aufbruch ein, dass das Timing nicht stimmt, weil die Apotheke als eine der wenigen bis 15.00 Uhr Mittagspause macht.

Es gilt also mit irgendeiner Tätigkeit Zeit zu überbrücken. Dinge vom Wagen in den Dome zu tragen bietet sich an. Genauer: Dinge von „unterm Bett“, was gleichbedeutend ist mit „lange vergessene Dinge“. Schon sehr früh stoße ich auf einen zusammengerollten Flickenteppich in Läufergröße, also genau so ein Teil, wie ich es mir die ganze Zeit vor die Küchenzeile wünsche. Bis ich gestern den Linol-Kompromis auslegte. Und heute finde ich dann den Läufer, der geschätzt 15 Jahre unterm Bett lag. Zeit vergeht mit säubern und auslegen, ich bin gerade damit fertig, als Freund J. überraschend vorbeikommt. Ab jetzt ist Zeit überbrücken sehr viel einfacher, wir verplaudern die nächste Stunde.

Dann ist es Zeit für den Stadtgang, den ich jetzt sehr viel enger plane, um Punkt 15.00 Uhr vor der Apotheke zu stehen ist Ziel, damit ich gegen halb vier wieder zuhause bin und Jo dabei helfen kann, eine Lage welliges Plastik auf seinem Wagen zu befestigen. Natürlich wird es etwas später, aber ab Viertel vor vier bin ich dabei. Die Aktion zieht sich bis gegen sechs, wobei das Vorgehen mit jedem der vorbeigehenden Nachbarn ausgiebig besprochen wird, neben anderem versteht sich.

Wir werden nicht fertig, es fehlen die passenden Schrauben, um abzuschließen. Ich gehe zu mir und esse etwas, schaue dabei ein politisches Magazin auf YouTube und bin gegen sieben bereit, diesen Beitrag zu schreiben. Hiermit getan, noch hochladen, Ende. Mehr als Medienkonsum wird heute nicht mehr geschehen.

25539 – Der kleine Fortschritt des Tages

Das ist nur für die Menscchen interessant, die wissen, wie es vorher aussah. Um den Boden unmittelbar vor der Küchentheke zu schützen lagen dort alte Fahrradkartonagen und eine schwarze Plastikmatte. Gemeinsam ergab das einen sehr unruhigen Eindruck. Jetzt ist alles mit einem Stück alten Linolfußboden ersetzt, was immer noch keine endgültige Lösung ist, aber schon ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung.

25536 bis 25538 – Festschmuck zum Richtfest

25536

Einer der Tage, in denen wirklich NICHTS geschieht, weil selbst die wenigen Dinge, die geschehen, Nicht-Ereignisse sind. Blutabnahme beim Doc (das gleiche Blut, anderer Doc), Lebensmitteleinkauf, Nachmittagsschlaf, alles Ereignisse, die der Welt nichts hinzufügen.

Vielleicht war aber auch nach gestern einfach so ein Tag dran. Denn neben dem Schreiben des Monatsrückblicks habe ich …

Okay, ganz egal, was gestern war, heute habe ich vor allem keinen Bock. Auch nicht zum Bloggen. Und dann darf ich das ja lassen. Bis morgen.

25537

Kurz nach meinem eher schlecht gelaunten Beitrag von gestern ging es mir durch den Kopf, dass ich ja – wenn schon bei mir gerade nichts geschieht – über das berichten könnte, was bei anderen so los ist. Mit gewohnter Diskretion, versteht sich.

Nun ist heute eigentlich nicht so ein Tag, der verlangt, auf eine solche Lösung zurückzugreifen. Ich habe weiter aufgeräumt und dabei hat es auch ein paar Fundstücke hochgespült, über die ich berichten könnte. Wozu ich aber jeweils weiter ausholen müsste, als ich gerade bereit bin. Also doch etwas über die Nachbarschaft.

Nachbarin C. hat mit verständigster Hilfe in sehr kurzer Zeit ihren Neubau hochgezogen (ich berichtete von den Anfängen). Und morgen ist Richtfest. Wie immer, wenn C. feiert, wird dafür gescmückt und ein Teil des Festschmucks ist heute schon zu bewundern. Siehe oben. Oder unten.

25538

25535 – #widgtsm September 2026

Der zurückliegende Monat zerfällt in zwei jeweils cirka einwöchige Ereignisse/Aktionen/Projekte und das Grundrauschen des alltäglichen und des umzugsbedingten Ordnungschaffens. Wie Ordnung zu schaffen bei mir aussieht, mag sich jeder selbst vorstellen, Bilder gibt es dazu ganz bewußt nicht.

Die erste Aktion war der Rückbau des Mittelteils, der meine beiden – nun unbewohnten – Wagen miteinander verband. Klingt wenig, war viel. Insgesamt war ich ziemlich genau eine Woche damit beschäftigt, was nicht viel weniger ist, als der Einbau damals benötigte.

Danach sah das ohnehin ungepflegte Gelände noch ungepflegter aus. Überall Altholz, Isolationsreste und Dachpappe. Es folgten drei Tage angestrengten Aufräumens, denn für den vierten hatte sich Besuch angekündigt. Alles gut damit, mit Anlass räume ich sehr viel besser auf als ohne.

Es folgte die zweite Aktion, die eigentlich nicht eine Aktion war, vielmehr handelte es sich um ein Bündel verschiedenster Kreativtätigkeiten, in deren Mittelpunkt ein großes Projekt stand, der Start eines neuen, runden Flickenteppichs. Damit war ich rund eine Woche beschäftigt, ich hatte wohl Nachholbedarf.

Der irgendwann gestillt war. Auf eine sehr bewußte Weise stellte ich den grünen Wagen wieder in den Fokus meiner Bemühungen. Die Never-ending-Story des Aussortierens und Umziehens. Vermutlich habt Ihr schon drei- oder viermal davon gelesen, vermutlich werdet Ihr noch sehr viel öfter davon lesen. Es nimmt halt kein Ende, und falls Euch irgendwas an solcherlei thematischen Wiederholungen stört, stellt Euch einfach vor, wie sehr es mich stört, vom Leben mit solcherlei notwendiger Tätigkeit belästigt zu werden. Ende.

Wie immer, wer es tagesgenau braucht, darf hier 25535 – #widgtsm September 2026 weiterlesen