25537 – Festschmuck zum Richtfest

Kurz nach meinem eher schlecht gelaunten Beitrag von gestern ging es mir durch den Kopf, dass ich ja – wenn schon bei mir gerade nichts geschieht – über das berichten könnte, was bei anderen so los ist. Mit gewohnter Diskretion, versteht sich.

Nun ist heute eigentlich nicht so ein Tag, der verlangt, auf eine solche Lösung zurückzugreifen. Ich habe weiter aufgeräumt und dabei hat es auch ein paar Fundstücke hochgespült, über die ich berichten könnte. Wozu ich aber jeweils weiter ausholen müsste, als ich gerade bereit bin. Also doch etwas über die Nachbarschaft.

Nachbarin C. hat mit verständigster Hilfe in sehr kurzer Zeit ihren Neubau hochgezogen (ich berichtete von den Anfängen). Und morgen ist Richtfest. Wie immer, wenn C. feiert, wird dafür gescmückt und ein Teil des Festschmucks ist heute schon zu bewundern. Siehe oben. Oder unten.

25536

Einer der Tage, in denen wirklich NICHTS geschieht, weil selbst die wenigen Dinge, die geschehen, Nicht-Ereignisse sind. Blutabnahme beim Doc (das gleiche Blut, anderer Doc), Lebensmitteleinkauf, Nachmittagsschlaf, alles Ereignisse, die der Welt nichts hinzufügen.

Vielleicht war aber auch nach gestern einfach so ein Tag dran. Denn neben dem Schreiben des Monatsrückblicks habe ich …

Okay, ganz egal, was gestern war, heute habe ich vor allem keinen Bock. Auch nicht zum Bloggen. Und dann darf ich das ja lassen. Bis morgen.

25535 – #widgtsm September 2026

Der zurückliegende Monat zerfällt in zwei jeweils cirka einwöchige Ereignisse/Aktionen/Projekte und das Grundrauschen des alltäglichen und des umzugsbedingten Ordnungschaffens. Wie Ordnung zu schaffen bei mir aussieht, mag sich jeder selbst vorstellen, Bilder gibt es dazu ganz bewußt nicht.

Die erste Aktion war der Rückbau des Mittelteils, der meine beiden – nun unbewohnten – Wagen miteinander verband. Klingt wenig, war viel. Insgesamt war ich ziemlich genau eine Woche damit beschäftigt, was nicht viel weniger ist, als der Einbau damals benötigte.

Danach sah das ohnehin ungepflegte Gelände noch ungepflegter aus. Überall Altholz, Isolationsreste und Dachpappe. Es folgten drei Tage angestrengten Aufräumens, denn für den vierten hatte sich Besuch angekündigt. Alles gut damit, mit Anlass räume ich sehr viel besser auf als ohne.

Es folgte die zweite Aktion, die eigentlich nicht eine Aktion war, vielmehr handelte es sich um ein Bündel verschiedenster Kreativtätigkeiten, in deren Mittelpunkt ein großes Projekt stand, der Start eines neuen, runden Flickenteppichs. Damit war ich rund eine Woche beschäftigt, ich hatte wohl Nachholbedarf.

Der irgendwann gestillt war. Auf eine sehr bewußte Weise stellte ich den grünen Wagen wieder in den Fokus meiner Bemühungen. Die Never-ending-Story des Aussortierens und Umziehens. Vermutlich habt Ihr schon drei- oder viermal davon gelesen, vermutlich werdet Ihr noch sehr viel öfter davon lesen. Es nimmt halt kein Ende, und falls Euch irgendwas an solcherlei thematischen Wiederholungen stört, stellt Euch einfach vor, wie sehr es mich stört, vom Leben mit solcherlei notwendiger Tätigkeit belästigt zu werden. Ende.

Wie immer, wer es tagesgenau braucht, darf hier 25535 – #widgtsm September 2026 weiterlesen

25534 – Im Zweifelsfall links-links

Es ist spät, bin gerade nachhause gekommen und werde noch schnell die Tagesberichterstattung durchhuddeln. Tagsüber habe ich Unordnung im Wagen zu Unordnung im Dome gemacht. Dadurch werden die nächsten Tage mit dem Versuch ausgefüllt sein, Dingen ihren festen Platz zuzuordnen.

Ab dem Nachmittag gab es einen Stadtgang (Doc, Bibliothek, Kleinteilsuche), der gegen sechs nahtlos in eine Veranstaltung des DGB überging. Ein Film wurde gezeigt, Die Unbesiegbaren (1953, DEFA), und in der Pause zwischen Film und der folgenden Podiumsdiskussion war Fingerfood angesagt. Nun hatte mich der DGB am Samstag auf der Demo gegen Sozialabbau schon mit seinem Merch überzeugt, ……, da würde das Fingerfood bestimmt auch nicht schlecht sein. Und so war’s dann auch. Das schlechteste am Abend waren die Beiträge des MdB Felix Döring (SPD) während der Podiumsdiskussion, sehr gut wiederfinden konnte ich mich in den Beiträge von Desiree Becker, die für Die Linke im Bundestag sitzt.

Auf dem Heimweg noch kurz vor Ladenschluß, meint: 22.00 Uhr, die notwendigsten Lebensmittel zusammengesucht. Die Kassiererin hat sich für ihre Freundlichkeit  zu später Stunde eine Spezial-Erwähnung verdient. Als wir uns verabschiedeten gingen im hinteren Teil des Ladens schon die Lichter aus.

<O>

Und jetzt gemeinsam:

Wer hat uns verraten?

– Sozialdemokraten!*

25533 – Alles muss raus

Gestern war Pausentag, folgerichtig ist heute „Arbeits“tag. Oder halt einfach ein Tag, der etwas mehr fordert. Meint: Aufräumen im grünen Wagen, entscheiden, was von all den Dingen darin nocheinmal in den Dome soll und was weggeworfen wird. Vermutlich könnte alles weg, dennoch ist das im Einzelfall lächerlich schwierig.

Im Rahhmen dieser Schwierigkeiten gelingt es mir manchmal, mich auszutricksen. Da gab es diesen Zierteller, ein Geschenk, das mein Vater von seinen Kollegen zu irgendeinem Betriebsjubiläum erhielt. Ein Stück, das nichteinmal häßlich genug war, um es ironisch zu verwenden. Ein Stück, das nichteinmal bei mir irgendeine nischige Verwendung finden konnte, nie nicht. Nur, wegwerfen konnte ich das Teil auch nicht. Fragt nicht nach Gründen, keine Ahnung. Eine Zeit lang hing es außen am Wagen, da störte es wenigstens nicht. Bis ich alles, was am Wagen hing, abräumte.

Heute habe ich den Teller kurz und lieblos mit Kreide abfrottiert, fixiert und mit Buntstiften noch ein paar Konturen nachgezogen. Nennen wir den Vorgang ein kreatives Experiment mit suboptimalem Ausgang. Also künstlerisch betrachtet, rein lebenspraktisch war das ein voller Erfolg, denn solcherart „bewahrt“ konnte ich das Teil endlich wegwerfen. Mission completed. Wenn’s doch immer so einfach wäre.