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25565 – Anreisetag
Gegen 7.30 Uhr holt mich A. ab und unbestimmte Zeit später stehen wir am Bahnhof Linden, wo wir auf die Regionalbahn nach Frankfurt warten. Weiter zum Flughafen …, ach, da kommt nichts wirklich überraschendes, wir fliegen nach Lissabon und fahren dort mit der Metro bis zu unserer Unterkunft. Dem Vorschlag des künstlich-intelligenten Reiseplaners folgend, haben wir bei der Ankunft sogar schon eine Kleinigkeit zum Frühstück eingekauft. Stichwort „künstlich-intelligent“, in den Reisebeschreibungen der letzten Jahre habe ich immer darauf hingewiesen, dass ich nichts zu den erwähnten Sehenswürdigkeiten oder besuchten Orten schreibe, da das alles nachzulesen ist, sei es im Internet oder irgendwelchen Reiseführern. Daran hat sich nichts geändert und das wird auch so bleiben. Aber dank künstlich intelligenter Hilfe ist es jetzt mit wenig Aufwand möglich, kleine Info-Boxen zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten einzuarbeiten, die Euch dann die Wahl lassen, einfach nur meinen Text zu lesen oder die Boxen aufzuklappen und zusätzliche KI-generierte Infos zu bekommen. Das eine bleibt vom anderen streng getrennt, ihr habt die Wahl. Während der Bloggerei aus Wien hat es sich bewährt, für die einzelnen Tage nicht jeweils eigene Beiträge anzulegen, die ich dann am Ende doch wieder zusammenführen würde – der Übersicht und der Chronologie wegen -, sondern direkt in einen Beitrag zu schreiben. Diese Reise ist der eine Beitrag dazu sogar schon vorstrukturiert, er muss nur noch geschrieben werden. Regelmäßige Leser springen mit dem Link rechts oben zum tagesaktuellen Beitrag, Laufkundschaft fängt einfach oben an und endet unten, wann auch immer das dann sein wird. Vielleicht habt Ihr es geahnt, bis hierher ist der Text vorgeschrieben. Das nächste Kapitel kommt aus Lissabon.
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Bei 24° Grad in Lissabon angekommen. Keine besonderen Vorkommnisse. Das Schwierigste an der Reise war, die portugiesischen Fahrschein-Automaten zu verstehen.
Oder nein, noch etwas schwieriger war der Aufstieg zu unserer Unterkunft, eigentlich nur 15 Minuten zu Fuß, die aber einige steile Treppenaufstiege beinhalteten. Während wir aufstiegen dämmerte es schon und als wir die Unterkunft erreichten war es gerade noch nicht dunkel. Wir richteten uns ein, gingen die Stufen zum Essen nocheinmal herunter und sehr viel später wieder hinauf. Wir sind gut angekommen.
25566 – Samstag
Am Morgen sitzen wir auf der Stufe vor der Tür und kommen langsam in den Tag. Unsere Unterkunft liegt in Alfama, einem touristisch gut erschlossenen und historischen Viertel mit vielen kleinen labyrinthisch verschlungenen Gässchen, in denen es gefühlt immer bergauf geht.
Weil wir gestern nicht auf den künstlich-intelligenten Reiseführer gehört haben, ist ein kleiner Lebensmitteleinkauf der erste Punkt auf der inneren ToDo-Liste. Aus dem gleichen Grund gehen wir aber, als wir dann unterwegs sind, ersteinmal ausgiebig frühstücken. Schon auf dem Weg stehen wir länger an irgendwelchen Stellen herum, als wir wirklich unterwegs sind. Das sind nicht die ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten, sondern Dinge, die wir des Sehens für würdig halten.
Nur so bleibt die Zeit und die Muse, briefmarkengroße Sticker an Laternenmasten und anderen, wenig attraktiven Stellen zu entdecken, die bereits bekannte Motive wiederholen.
Und so geht es den Tag über weiter. Das umso mehr, weil wir das Viertel über das Suchen von Geo-Caches erkunden. Das führt uns auch in unmittelbare Nähe echter sakraler Sehenswürdigkeiten, die wir von außen würdigen, aber uns nicht von innen ansehen. Es kommt der Tag, da hat der Mensch genug Kirchen gesehen.
Das Nationale Pantheon befindet sich in der ehemaligen Kirche Santa Engrácia. Die monumentale Kuppel prägt die Silhouette des östlichen historischen Stadtzentrums.
Heute werden hier bedeutende Persönlichkeiten Portugals geehrt. Das Gebäude ist sowohl wegen seiner Architektur als auch wegen seiner Rolle in der nationalen Erinnerungskultur interessant.
Zumal es genug anderes zu bestaunen gibt, zum Beispiel gut getarnte Streetart.
Oder auch solche, die unerwartete Einblicke gewährt.
Erst spät im Tag erinnern wir uns an den Lebensmitteleinkauf und an einen Supermercado in der Nähe der Unterkunft. Dort kaufen wir die benötigten Lebensmittel. Wir sind vom Laufen und der Sonne müde, machen „zuhause“ eine Pause, gehen am Abend nocheinmal essen, kommen gar nicht mal so spät zurück und brauchen trotzdem bis kurz vor zwölf um ins Bett zu kommen.
25567 – Sonntag
Alter Soldaten- und Touristenbrauch: den höchsten Ort der Stadt erklimmen! Wir machen da keine Ausnahme, erfüllen unsere Touristenpflicht und besuchen das Castelo de São Jorge. Was von außen einen ziemlich überlaufenen Eindruck macht, ist von innen eine ziemlich entspannte Angelegenheit, weil alles sehr weiträumig angelegt ist.
Auf dem Weg vom und zum Castelo erleben wir uns in bester touristischer Gemeinschaft, meint: es kommen zu keinem Zeitpunkt Zweifel auf, dass mensch gemeinsam vielen anderen auf dem richtigen Weg (dem zum Castilo) ist. Und während einerseits von Seiten der Stadt viel für den Tourismus getan wird, erleben viele der in ihr Wohnenden das als weniger wünschenswert und hätten ihre Stadt gerne für sich. Wir kennen das auch aus anderen touristisch überlaufenen Städten. Im Foto rechts sind die gelben Aushänge leider nicht mehr lesbar, sie lauten: Menos turismo, mais bairro. Übersetzt etwa: Weniger Tourismus, mehr Kiez.
Zweites Ziel des Tages ist der Praça do Comércio, einst einer der größten Plätze der Welt, heute nichts, worüber mensch sich wundern würde.
Auf dem Weg dorthin, eigentlich auf jedem Weg, fotografiere ich sehr, sehr viele Kacheln und gelegentlich auch Pflasterungen und, ja, auch Streetart jeglicher Qualität. Da gibt es sicher irgendwann ganze Sammlungen zu sehen, aber halt nicht heute. Denn ich bin von der ganzen Lauferei sehr viel müder, als ich erwartet hätte.
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25575 – Abreisetag
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