Noch fünf Tage, dann, also am sechsten, geht es gemeinsam mit A. für einen Kurzurlaub nach Lissabon. Und obwohl ich vermutlich mein Zeug innerhalb von einem Tag zusammengepackt hätte, bin ich schon jetzt in den Vorbereitungen. Dabei befinde ich mich in einem seltsam ambivalenten Zustand. Einerseits bin ich sicher, selbst mit hypothetisch in der letzten Stunde gepackter Reisetasche – sogar wenn ich viele Dinge ebenso hypothetisch vergessen würde – gut und mit Spaß unterwegs sein zu können. Ich brauche nicht viel und das wenige, das ich brauche, gibt es vor Ort, vor jedem Ort. Solange es mir gelingt, rechtzeitig mit Perso und Bankkarte am Flughafen zu sein, sollte einer guten Zeit nichts im Wege stehen. Okay, das Phone muss auch mit. Und vielleicht das Tablet, damit ich Euch von den weiteren Abenteuern berichten kann.
Andererseits fühle ich mich schlecht vorbereitet und auf eine unbestimmte Weise unsicher. Es ist, als hätte ich etwas Entscheidendes nicht auf dem Zettel und die Subroutinen im Hinterkopf, die solche Dinge unter normalen Umständen zuverlässig an die Oberfläche bringen, liefen in sinnlosen Schleifen und dem Bewußtsein des eigenen Versagens.
Dankenswerterweise war ich in meinem bisherigen Leben frei von unspezifischen und/oder unbegründeten Ängsten. Jetzt aber stelle mir vor, dass es so jemandem geht, der Flugangst hat. Denn wenn ich näher in das Gefühl gehe, stelle ich fest, dass meine Besorgtheit endet, sobald ich mich in Lissabon sehe. Jede Nachlässigkeit in der Vorbereitung wird sich dort klären lassen; einmal angekommen, wird alles gut sein.
Es bleibt spannend. Und spätestens am 30. abends wissen wir mehr oder fragen uns gemeinsam, was das jetzt wieder war.



