25545 – Nachbarschaftshilfe

Den ganzen Tag mit der Elektrik von Nachbarin M. zugebracht. Oder mit meiner, ganz wie mensch es nimmt. Denn diese Elektrik habe ich vor über einem Jahrzehnt gelegt, unvollständig. Damals war es noch Wagen und Bauwerk von Nachbarsfamilie U&N&A, die Schaltung war aufwändig und N. eine Unternehmernatur, die nichts umsonst tat. Folglich tat ich auch für ihn nichts umsonst. Irgendwann noch vor Montage der ersten Lampe (immerhin gingen schon drei Steckdosen) ging es nicht mehr weiter mit der Baustelle. Lag es daran, dass es zu lange dauerte, also zu teuer wurde? Oder war die kleine Familie damals schon in der Auflösung? Ich erinnere es nicht.

Ist aber auch unwichtig für den Umstand, dass ich mich heute – und auch schon letzten Samstag, da war ich aber zu unlustig für eine ausführliche Beschreibung – in eine längst vergessene Installation einarbeiten musste. Etwa die Hälfte des notwendigen Verständnisses hatte ich schon letzten Samstag erreicht und wollte mir auf dieser Grundlage ganz zu Beginn ein Erfolgserlebnis verschaffen. Ein Stromstoßschalter und drei daran angeschlossene Taster (ihr wisst schon, drei Schalter schalten von drei verschiedenen Standorten aus die immer gleiche Lampe), alles schon gelegt, muss eigentlich „nur noch“ angeschlossen werden und klingt als Aufgabe sehr überschaubar. Eine Aufgabe, die ausschließlich im Sicherungskasten stattfinden kann. Und dann …, Trommelwirbel, funktionierte einer der Taster nicht.

Es folgte eine Fehlersuche an mehr als einer Stelle, getrieben von Selbstzweifeln (Fehlersuche war schon während der Ausbildung eine meiner Schwächen, wenn die Dinge nicht von Anfang an gehen bin ich unfähig, mir und meinen Denkfehlern auf die Spur zu kommen) und Zweifeln an meinen früheren Fähigkeiten (ich hätte ja irgendeinen Blödsinn gebaut haben können). Das dauerte sehr, sehr, sehr lange und ich erspare Euch alle technischen Details.

Letztlich war es so einfach wie mensch sich die Dinge wünscht: wenn der Taster nicht geht, dann ist der Taster kaputt. Zu meiner Entschuldigung gibt es nur eines zu sagen: als ich diesen Taster vor über zehn Jahren einbaute war er neu. Über zehn unbenutzte Jahre später ist er kaputt, das liegt nicht nahe.

Die gute Nachricht ist: ich habe damals nichts falsch gemacht und meine Selbstzweifel bezüglich der Fehlersuche sind nicht Ausdruck eines generell selbstzweifenden Geistes, sondern berechtigt. Was der Verlauf des Tages eindrücklich belegt; auch schön, berechtigte Selbstzweifel.

<O>

Abends nochmal ins Nachtlicht geschaut, dort war Karaoke angesagt. Das war die letzten Male recht schön, weil überwiegend Stücke aus den 80er und 90er Jahren gespielt und gesungen wurden. Heute war das anders, vieles kannte ich aus meiner Kindheit, manches davon war damals schon alt. Kurz, ich ging früh wieder nachhause. Euer Gewinn, denn andernfalls wäre dieser Beitrag nicht halb so lang geworden.

25543

Nein, ich will nicht verreisen. Also noch nicht. Ende des Monats schon.

Was ich möchte, ist die Koffer irgendwie in die Einrichtung zu integrieren. Betonung auf irgendwie, denn ich bin selbst noch nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Es soll ja auch alltagstauglich sein, womit einfach stappeln schonmal ausfällt. Im Moment sehe ich sie am ehesten …, ach, besser nicht vorgreifen. Es bleibt spannend.