25469

Noch gibt es kein Verb für ein Buch auf dem E-Reader lesen. Aber wenn es das gäbe, dann hätte ich genau das. Und zwar fast den ganzen Tag.

Die Unlust, irgendetwas anderes mit dem Tag anzufangen, schiebe ich auf das gestrige Übermaß (für meine Verhältnisse) an Aktivität und Kommunikation. Denn nach einem übervollen Tag bin ich abends spät, meint kurz vor 22.00 Uhr, nochmal nach Gießen ins Café Nachtlicht gefahren. Dort saß ich dann bis zur Schließung um Mitternacht in kleiner Runde mit einigen der Stammgäste. Das Gespräch mäanderte von Krankheiten (Demenz, Krebs und Krätze), Kleidung (Hüte, Farben, Schwarzvarianten, Gerüchen (Parfüm, unterschwellige Wahrnehmung, Balz) bis hin zum allgemein getragenen Eingeständnis (cirka 80 % der Beteiligten), dass es trotz lebenslanger Erfahrung sehr schwer ist, sich beim Essen nicht zu bekleckern. Auch AI-Slop und Achtsamkeit wurden thematisch gestreift, kurz: Tief- und Flachsinn wechselten im Gespräch sehr angenehm und schlossen den Tag gut ab.

War halt viel, deswegen heute der etwas ruhigere Angang.

25468 – „Ein Schritt …, er hat einen Schritt gemacht.“

Alles beginnt mit ein paar Klötzen, die die Kommode in eine Höhe mit dem Rest der Küchenzeile bringen sollen. Die haben zuerst gar nicht und später nicht ganz die richtige Farbe.

Drunter kommen sie trotzdem und sind nicht weiter auffällig.

Vorher-nachher, letztlich ist alles gut genug und das genügt.

25467 – Gewerkel

Seit Wochen mal wieder etwas um die Außenanlage gekümmert. Wenig nur, Bambus und Distel zurückgeschnitten. Und auch den Wildwuchs rund um den Kompost.

Darüberhinaus viel Gewerkel, meint: Zeug, von dem noch unklar ist, wo es hinführt, aber irgendwann irgendetwas draus werden wird. Das alles kann ich hier gar nicht genug würdigen, denn es sind diese kleinen Anfänge, diese etwas besseren Tage, die mich zwischendrin mal durchatmen lassen und Hoffnung geben, dass ich diesen Sommer doch nocheinmal eine gute Zeit haben werde. Und diese Hoffnung, die ist ganz wichtig.

25466

Kein schlechter Tag. Auch kein guter. So einer, der entlang der wenigen Notwendigkeiten läuft und darüberhinaus wenig bietet. Nun gibt es ja Menschen, die behaupten, mensch müsse nur genau genug hinschauen, um irgendetwas Erfreuliches zu finden. Also speziell an diesem Tag; ganz allgemein ein weißer, männlicher Europäer zu sein, zählt nicht.

Ich also in mich, tief. Das Einzige heute, das mir positiv genug – und auch für ein Foto – auffiel, war die aufgefüllte Obst- und Gemüseecke. Das isses für heute. Ob das im Sinne der Stimmungsaufhellung ausreicht, müsst Ihr entscheiden.

<O>

Kurz angehängt, weil es mir beim Anschauen des Fotos auffiel. Seht Ihr, dass bei der Laterne der Boden sichtbar heller ist? Sie wurde lange im Freien vergessen und dieser Boden war weggemodert. Irgendwann in der vergangenheit habe ich ihn dann ersetzt und solche kleinen Reparaturarbeiten sind etwas, wofür ich mich mag und feiere. Gerne auch zweimal.

Geht doch, das mit der Stimmungsaufhellung.

25465

Die Idee mit den Kacheln nach mehr als einem halben Jahr Pause wiederaufgenommen. Sechs von sieben hier im Bild.
Und nochmal die von heute. Ich bin recht zufrieden damit.Wer sich nicht erinnert, was es damit auf sich hat, schaut hier.

PS Es fragt sich ja keiner, aber wenn sich jemand fragen würde, warum da über Monate die seltsamen Klebeband-Schnipsel auf meinem Kreativtisch rumliegen,  dann hätte er jetzt eine Antwort.