25535 – #widgtsm September 2026

Der zurückliegende Monat zerfällt in zwei jeweils cirka einwöchige Ereignisse/Aktionen/Projekte und das Grundrauschen des alltäglichen und des umzugsbedingten Ordnungschaffens. Wie Ordnung zu schaffen bei mir aussieht, mag sich jeder selbst vorstellen, Bilder gibt es dazu ganz bewußt nicht.

Die erste Aktion war der Rückbau des Mittelteils, der meine beiden – nun unbewohnten – Wagen miteinander verband. Klingt wenig, war viel. Insgesamt war ich ziemlich genau eine Woche damit beschäftigt, was nicht viel weniger ist, als der Einbau damals benötigte.

Danach sah das ohnehin ungepflegte Gelände noch ungepflegter aus. Überall Altholz, Isolationsreste und Dachpappe. Es folgten drei Tage angestrengten Aufräumens, denn für den vierten hatte sich Besuch angekündigt. Alles gut damit, mit Anlass räume ich sehr viel besser auf als ohne.

Es folgte die zweite Aktion, die eigentlich nicht eine Aktion war, vielmehr handelte es sich um ein Bündel verschiedenster Kreativtätigkeiten, in deren Mittelpunkt ein großes Projekt stand, der Start eines neuen, runden Flickenteppichs. Damit war ich rund eine Woche beschäftigt, ich hatte wohl Nachholbedarf.

Der irgendwann gestillt war. Auf eine sehr bewußte Weise stellte ich den grünen Wagen wieder in den Fokus meiner Bemühungen. Die Never-ending-Story des Aussortierens und Umziehens. Vermutlich habt Ihr schon drei- oder viermal davon gelesen, vermutlich werdet Ihr noch sehr viel öfter davon lesen. Es nimmt halt kein Ende, und falls Euch irgendwas an solcherlei thematischen Wiederholungen stört, stellt Euch einfach vor, wie sehr es mich stört, vom Leben mit solcherlei notwendiger Tätigkeit belästigt zu werden. Ende.

Wie immer, wer es tagesgenau braucht, darf hier 25535 – #widgtsm September 2026 weiterlesen

25534 – Im Zweifelsfall links-links

Es ist spät, bin gerade nachhause gekommen und werde noch schnell die Tagesberichterstattung durchhuddeln. Tagsüber habe ich Unordnung im Wagen zu Unordnung im Dome gemacht. Dadurch werden die nächsten Tage mit dem Versuch ausgefüllt sein, Dingen ihren festen Platz zuzuordnen.

Ab dem Nachmittag gab es einen Stadtgang (Doc, Bibliothek, Kleinteilsuche), der gegen sechs nahtlos in eine Veranstaltung des DGB überging. Ein Film wurde gezeigt, Die Unbesiegbaren (1953, DEFA), und in der Pause zwischen Film und der folgenden Podiumsdiskussion war Fingerfood angesagt. Nun hatte mich der DGB am Samstag auf der Demo gegen Sozialabbau schon mit seinem Merch überzeugt, ……, da würde das Fingerfood bestimmt auch nicht schlecht sein. Und so war’s dann auch. Das schlechteste am Abend waren die Beiträge des MdB Felix Döring (SPD) während der Podiumsdiskussion, sehr gut wiederfinden konnte ich mich in den Beiträge von Desiree Becker, die für Die Linke im Bundestag sitzt.

Auf dem Heimweg noch kurz vor Ladenschluß, meint: 22.00 Uhr, die notwendigsten Lebensmittel zusammengesucht. Die Kassiererin hat sich für ihre Freundlichkeit  zu später Stunde eine Spezial-Erwähnung verdient. Als wir uns verabschiedeten gingen im hinteren Teil des Ladens schon die Lichter aus.

<O>

Und jetzt gemeinsam:

Wer hat uns verraten?

– Sozialdemokraten!*

25533 – Alles muss raus

Gestern war Pausentag, folgerichtig ist heute „Arbeits“tag. Oder halt einfach ein Tag, der etwas mehr fordert. Meint: Aufräumen im grünen Wagen, entscheiden, was von all den Dingen darin nocheinmal in den Dome soll und was weggeworfen wird. Vermutlich könnte alles weg, dennoch ist das im Einzelfall lächerlich schwierig.

Im Rahhmen dieser Schwierigkeiten gelingt es mir manchmal, mich auszutricksen. Da gab es diesen Zierteller, ein Geschenk, das mein Vater von seinen Kollegen zu irgendeinem Betriebsjubiläum erhielt. Ein Stück, das nichteinmal häßlich genug war, um es ironisch zu verwenden. Ein Stück, das nichteinmal bei mir irgendeine nischige Verwendung finden konnte, nie nicht. Nur, wegwerfen konnte ich das Teil auch nicht. Fragt nicht nach Gründen, keine Ahnung. Eine Zeit lang hing es außen am Wagen, da störte es wenigstens nicht. Bis ich alles, was am Wagen hing, abräumte.

Heute habe ich den Teller kurz und lieblos mit Kreide abfrottiert, fixiert und mit Buntstiften noch ein paar Konturen nachgezogen. Nennen wir den Vorgang ein kreatives Experiment mit suboptimalem Ausgang. Also künstlerisch betrachtet, rein lebenspraktisch war das ein voller Erfolg, denn solcherart „bewahrt“ konnte ich das Teil endlich wegwerfen. Mission completed. Wenn’s doch immer so einfach wäre.

25532 – Fast ein Pausentag

Das mit dem Pausentag hat erstaunlich gut geklappt, bis, ja bis, ich „spaßeshalber“ einen Rollover-Effekt zu erzeugen. Ihr wißt schon, Ihr geht mit der Maus über ein Bild und es verändert sich.

Die Idee dahinter war, dass ich Euch zeigen wollte, dass die Lichterkette (aus der Gartenhütte meines Vaters, noch keine LEDs, daher bestimmt ein Kilowatt die Stunde, will kein Mensch mehr) wieder geht. Nicht, dass die jemals nicht gegangen wäre, was nicht ging – mangels Anwesenheit – war die schaltbare Steckdose, an der sie eingesteckt ist. Die Steckdose nämlich musste ab, als ich die Kammerwand baute, irgendwann anfang des Jahres. Und sie wiederanzubringen hat dann bis heute gedauert. Es war ein guter Tag dafür.

Zurück zum Rollover-Effekt. Zwei Beleuchtungssituationen, eine davon mehr optional und eher selten verwendet, das klingt nach einer guten Anwendung dafür. Stunden später und in keinerlei Relation zum geleisteten Aufwand klappt das jetzt auch. Leider ist unterwegs der Spaß daran verlorengegeangen. Dennoch:

NormalRollover

25531 – DGB-Aktionstag gegen Sozialstaatsabbau

Auf Anregung von Freundin A. und des DGB habe ich heute einen Ausflug nach Frankfurt gemacht. Auch rund 15.000 andere Menschen (konservativ geschätzt) hatten davon gehört, dass Frankfurt heute der Go-To-Ort sei, wenn mensch sich über Sozialstaatsabbau unterrichten oder einfach einen sonnigen Tag mit sehr vielen anderen gemeinsam genießen möchte. Dabei etwas spazieren gehen und sich der gegenseitigen Solidarität versichern, später auf der Wiese rumsitzen und die mitgebrachten Äpfel essen. Alles fein und auf angenehme Weise ermüdend.Die Hessenschau betrachtet unseren Ausflug etwas ernsthafter, damit ich das nicht tun muss.